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Soleil couchant.

Der
Baobab-Wald

Le lit de la rivière Somone

Es wird erzählt, die Götter hätten
einst aus Zorn über die Frevel
der Menschen den Baobab aus der Erde
gerissen und verkehrt herum wieder
eingepflanzt, so dass nur die Wurzeln
aus dem Erdreich ragen.

 

Der Baobab-Wald fängt gleich hinter dem Tann an. Ein Steinwurf weg von unserer Residenz erreicht man ihn zu Fuss, mit dem Fahrrad, per Auto oder mit dem Pferdewagen.

Sicher, dieser Wald kann nicht verglichen werden mit den dichtbestandenen Tannenwälder im Schwarzwald – aber er birgt unzählige Schätze. Rinderherden, Schakale, Affen, Warane und eine Vielfalt von Vögeln halten sich mit Vorliebe bei diesen imposanten Bäumen mit ihren knorrigen Ästen auf. Während der Regenzeit werden unter den Bäumen Erdnüsse und Hirse angepflanzt.

Der Affenbrotbaum, wie er auf deutsch heisst, kann bis zu 120'000 l Wasser speichern und bis zu 1000 Jahre alt werden. Im Gegensatz zu anderen Bäumen schrumpft er im Alter. Er wird deshalb selten höher als 20 m, dafür aber unglaublich dick und knorrig. Zudem ist er Lieferant von vielen nützlichen Dingen: Die säuerlich schmeckenden Früchte können roh verzehrt oder zu einem erfrischenden Getränk verarbeitet werden. Zudem werden sie, wie auch die getrockneten Blätter und die Rinde als vielseitige Heilmittel eingesetzt.

Der Baobab ist aber auch der mystische Baum Afrikas. Unter seinem Schatten treffen sich die Ältesten zum Palaver, in seinen hohlen Stämmen sind die Griots, die Geschichtenerzähler, begraben worden. Der Baobab kommt in unzähligen Mythen, Legenden und Märchen vor.
Cultures début aoûtLa rivière Somone au SénégalA la saison sèche à Somone